Der Kampfhund



Der American Staffordshire Terrier gilt in Deutschland als einer der gefährlichsten Hunderassen überhaupt. Drei Bundesländer (SH, NS & TH) haben sich gegen die Rasseliste entschieden.

Alle anderen Bundesländer halten seit 2000 an der Rasseliste fest.

Sie behaupten, diese Hunde wären gefährlich, weil sie die Berufsbezeichnung „Kampfhund“ tragen. Das traurige an der Sache ist, dass das Wort Kampfhund immer gleichgesetzt wird mit menschenfressenden Bestien.

Fun Fact: der Begriff Kampfhund steht für einen Hund, der in einer Arena (Pit) gegen andere Tiere wie Stiere (Bull) (=Pit Bull) kämpfen sollte. Später wurden sie dann (für die menschliche Belustigung) für Hundekämpfe missbraucht. Die Besitzer dieser Hunde standen dabei immer selbst mit im Ring (um die Hunde wieder voneinander zu trennen - ich meine, wie langweilig wäre ein Kampf, der nur 2 Minuten dauert). Ging der Hund gegen den Menschen, wurde er von der Zucht ausgeschlossen. „Aber wenn das ein Kampfhund ist, muss er ja auch kämpfen und ist automatisch gefährlich..“ Ich bin der festen Überzeugung, genauso sachlich ging es bei der Festlegung der Rasseliste zu.


Zurück zum Thema. Ich besitze einen gefährlich Hund. Laut Gesetz. Ohne, dass dieser Hund jemals auffällig geworden ist. Trotzdem mussten wir einen Wesenstest ablegen, um seine Gefährlichkeit zu widerlegen - äh nein, um den Hund überhaupt halten zu dürfen. Als gefährlich gilt er weiterhin. In jedem Bundesland gilt er übrigens als unterschiedlich gefährlich. In Bayern zb ist er ein Kategorie 1 Hund: also auch mit Wesenstest unwiderlegbar gefährlich und darf dort nicht leben. In Hessen haben wir durch den Wesenstest eine Maulkorb- & Leinenbefreiung, was wiederum in Hamburg egal ist, weil er dort automatisch auf Grund seiner Rasse an beides gekettet ist. In Thüringen ist er übrigens ein ganz normaler Hund. So einig sind wir uns also über die Gefährlichkeit dieser Hunde.


Jeder Hund, jede Rasse hat eine bestimmte Genetik und Charaktereigenschaften, die mit Sinn und Verstand vom Halter geführt und kontrolliert werden muss. Und diesen Fachverstand kann man nicht durch Rassendiskriminierung erzielen.


Jeder Hund ist immer nur so gut wie sein Halter. Deswegen müssen Menschen aufgeklärt und geprüft & nicht bestimmte Rassen zum Buhmann erklärt werden.

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