Von Zielen und Fabelwesen

Aktualisiert: 27. Dez 2019

"Ich will, dass mein Hund ab heute nicht mehr an der Leine zieht, nicht mehr pöbelt und immer brav ist. Obwohl er die letzten 3 Jahre alle Freiheiten dieser Welt hatte."


Wie realistisch sind eigentlich unsere Ziele? In Bezug auf unsere Hunde meistens ziemlich klein. Pöbelt und zerrt der Hund seit 5 Jahren an der Leine wie ein Irrer, ist der Wunsch, dass der Hund nicht mehr zieht und nicht mehr pöbelt.

Und zwar direkt nachdem man die erste Trainingseinheit bei einem Fachmann nimmt. Am liebsten noch, ohne das man selbst dafür allzu viel Energie aufwenden muss 🤓.


Realistisch ist, dass der Hundetrainer dir und deinem Hund über die Schulter schaut und direkt sieht, was euer Problem ist. Er wird Lösungsansätze zeigen, den Aufbau tanzen, den Weg aufmalen, ein Lied dazu singen und auf großer Leinwand 5 goldene Regeln aufstellen. Wichtig dabei ist immer, dass egal welches Lied gesungen und welche Pinsel geschwungen werden, man eine Besserung in absehbarer Zeit erkennt.


Zieht der Hund also nach einer Trainingseinheit und täglichem Üben nicht mehr an der Leine, ist das schon mal ein riesiger Fortschritt. Gesehen wird vom Menschen aber meistens nur: der Hund pöbelt immer noch an der Leine 🧐. Ja, das ist ärgerlich. Aber die Erfolge, dass der Hund dich nach wenigen Tagen nicht mehr durch die Gegend zerrt, ist auf einmal selbstverständlich geworden. Man ist selten mal stolz und zufrieden auf das, was man schon erreicht hat. Stattdessen ist man permanent verärgert, was der Hund noch alles nicht kann. Veränderungen brauchen Zeit. Und die brauchen auch manchmal - je nach Problematik - mehr Einheiten als eine einzige Trainingsstunde.


Ja, Erfolg ist Arbeit. Und zwar Tag ein, Tag aus. Schritt für Schritt. Also schaut mal wieder zurück zum Anfang, wie es war und wie es heute ist.


Und seid einfach mal stolz auf euren Erfolg.

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